Rift #1
mad/os

Sprache: Englisch
Erscheinung: Dezember 1999
Gesamtgröße gepackt: 4 MB
Textmenge: 285 kByte
Systemanforderungen: Windows 95, 200 MHz, 32 MB RAM

Das Schwestermagazin des WildMag's - so könnte man Rift bezeichnen. Zwei Diskettenmagazine, die bis auf die zugrunde liegende Engine nichts miteinander zu tun haben...

-

Rift wird von der südafrikanischen Gruppe Sensory Overload herausgegeben, angeführt von Rawhead. Es basiert auf der von The Update programmierten grafischen Oberfläche, die auch beim WildMag zum Einsatz kommt. Leider wurde eine recht frühe Version benutzt, die beispielsweise die rechte Maustaste noch nicht unterstützt. Durch ein einfaches Update kann dieser Mangel zwar behoben werden, doch werden dann keine Bilder mehr angezeigt. Das Gleiche passiert übrigens auch bei dem Versuch, Rift in einem Browser zu lesen (was theoretisch möglich sein sollte). Man muss sich also die Mühe machen die Windows-Oberfläche zu starten und jedesmal den kleinen Knopf zum Zurückblättern anzuklicken.

Bis auf diese doch recht kleinen Knöpfe ist die Grafik von Rift sehenswert und gut gestaltet. Viele, qualitativ hochwertige Bilder (insgesamt über 2 MB) lockern die Texte auf. Besonders gut gefallen mir übrigens die im Verzeichnis GFX versteckten Bilder, die im Magazin leider nirgends auftauchen. Auch die Schrift ist gut lesbar, obwohl sie etwas kantig wirkt.

Die Texte des Magazines sind, wie zu erwarten, vollständig in englisch gehalten. Nach einem sehr kurzen Editorial folgen ein Report und viele Fotos von der Party Optimise '99. Ausserdem sind viele der auf der Party gezeigten handgepixelten und gerenderten Grafiken zu bewundern. Nach drei computerbezogenen Artikeln und einer Menge Interviews folgen mehrere interesante und brauchbare Artikel zur Programmierung in Assembler, Objektorientierung, Glide, VESA und MMX. Den Abschluss bilden einige kurze Gedichte.

Mein Fazit: Rift könnte inhaltlich dem Hugi Konkurrenz machen. Vor allem die Artikel zur Programmierung erscheinen professionell und fundiert. Wenn dem Design der zweiten Ausgabe mehr Beachtung geschenkt wird und kleine aber irritierende Fehler wie z.B. funktionslose Schaltknöpfe vermieden werden, dann wird Rift eine würdige Alternative zu den bekannten englischsprachigen Magazinen sein. Auch und gerade für Leute, die vorher nie etwas von einer südafrikanischen Szene gehört haben, ist Rift interessant!

http://www.sademo.za.net/riftmag.html